Projekt: Wasserstoff-Multikopter
In einem interdisziplinären Projekt entwickeln Studierende in mehreren Teams einen Multikopter, dessen Antrieb Wasserstoff als Energieträger nutzt. Das Team „Multikopter“ verantwortet die aerodynamische und strukturmechanische Auslegung des Fluggeräts und definiert die technischen Anforderungen an das Wasserstoff-Antriebssystem.
Darauf aufbauend entwickeln die Teams „H2-Brennstoffzelle“ und „H2-Gasturbine“ konkurrierende Antriebskonzepte, deren Auswahl anhand technologischer und wirtschaftlicher Kriterien erfolgt. Konstruktion, Systemintegration sowie Bau und Erprobung des Prototyps werden in enger Zusammenarbeit der beteiligten Teams umgesetzt.
Das Projekt wird gemeinschaftlich betreut durch das Institut für Turbomaschinen und Fluid-Dynamik (TFD), das Institut für Thermodynamik (IFT), das Institut für Elektrische Energiesysteme (IfES) sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Studentische Laborübungen zu Wasserstoff-Grundlagen
Ergänzend zum Projekt erwerben Studierende grundlegende Kenntnisse zur Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff in betreuten Laborversuchen. Im Labor „Erzeugung und Nutzung von Knallgas“ wird Wasserstoff mittels Elektrolyse erzeugt und anschließend verbrannt. Dabei werden relevante Prozessgrößen gemessen sowie die auftretenden Stoffströme systematisch bilanziert.
Im Labor „Verbrennungstemperaturen des Wasserstoffs“ untersuchen die Studierenden den Einfluss beigemischten Wasserdampfes auf die Verbrennungstemperatur. Durch eine gezielte Absenkung der Temperatur kann die Bildung von Stickstoffoxid-Emissionen reduziert oder vermieden werden. Auf diese Weise entsteht praxisnahes Wissen zur kontrollierten Wasserstoffverbrennung.
Die Laborveranstaltungen werden vom Institut für Technische Verbrennung (ITV) betreut.