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Großer Radialverdichter

Radialverdichter haben eine weite Verbreitung in industriellen Anwendungen. Von Vorteil sind dabei eine kompakte Bauweise und die robuste Auslegung. Im Vergleich zu einer axialen Verdichterstufe können wesentlich höhere Druckverhältnisse erzielt werden.

Der große Radialverdichterprüfstand (GRV) besteht im Kern aus einem einstufigen Radialverdichter. Die vollständige Prüfstandsgeometrie ist modular aufgebaut und ermöglicht auf diese Weise eine große Anzahl von Untersuchungsvariationen. So stehen mehrere Laufräder, verschiedene Diffusorvarianten sowie unterschiedliche Vorleitapparate zur Verfügung.

Eine Besonderheit dieses Prüftandes ist, dass der Radialverdichterprüfstand im geschlossenen Kreislauf gefahren werden kann. Dadurch kann, durch androsseln der Luft vor dem Verdichtereintritt, ein Unterdruck am Verdichtereintritt erzeugt werden. Dieser ermöglicht es bei geringerem Energieaufwand das angestrebte Druckverhältniss zu erzielen.

Die Funktionsweise kann vereinfacht wie folgt beschrieben werden: Zu Beginn wird die Luft aus der Umgebung angesaugt, in der Beruhigungskammer mit Gleichrichter beruhigt und strömt weiter durch den Vorleitapparat in das Radialverdichterlaufrad. In diesem und dem nachfolgendem Diffusor erfährt die Luft eine Druckerhöhung und wird zum Schluss über ein Rohrsystem an die Umgebung abgegeben. Im Kreislaufbetrieb wird die verdichtete Luft über einen Wärmetauscher zurück zu.